Die Geschichte des Hamam
Die türkische Badekultur reicht bereits 800 Jahre zurück und hat ihren Ursprung in Mittelanatolien und Istanbul, wo heute noch die schönsten Bäder zu finden sind. Das Hamam prägt die Badegeschichte im Orient. Dank des strengen Reinlichkeitsgebots im Islam haben sich diese Bäder schon bei den Osmanen grosser Beliebtheit erfreut. Verweilen, Waschen und Plaudern in den orientalischen Baderäumen ist ein Genuss weit weg von Hektik und Alltag. Im Hamam nehmen Körper und Geist ein Bad in der milden Wärme und dem sanften Licht. Beim Hamam geht es nicht nur um bloße Körperreinigung, sondern um ein wahres Fest der Sinne: Wärme, Feuchtigkeit, Schaum, Düfte und Berührungen ergeben ein komplexes Gesamtkunstwerk im Dienste des Wohlbefindens. Dabei bedeutet das arabische Wort "hamam" nur "wärmen". Waren aber die römischen Thermen Stätten der Begegnung, wo man das Nützliche mit Geselligkeit verband, ist das Hamam ein Ort der genussvollen Zurückgezogenheit, wo sich das Angenehme und die Stille treffen.