Die Badezeremonie

hamam8Ein Hamam wird in drei Räume eingeteilt. Der erste Raum "Camekan", dient als Umkleideraum. Nur bekleidet mit einem Hüfttuch, dem sogenannten Pestemal, einer türkischen Naturseife aus Olivenöl und einer Messingschale, der Tas, geht es unter die Dusche, um den Alltagsstaub von der Haut zu spülen. Anschließend geht es ins "Hararet" das Dampfzimmer, wo ausgiebige Hautreinigung und Massage durch den Tellak (Bademeister) oder eine Natir (Badefrau) durchgeführt werden. Die intensive Wärme öffnet die Hautporen und dringt tief in die Muskulatur ein. Mit Hilfe eines Peelinghandschuhs aus Ziegenhaar (Kese) werden die abgestorbenen Hautzellen entfernt und das Bindegewebe durchblutet. Dieses geschieht immer im Wechsel mit warmen Wassergüssen (Tas). Hierdurch öffnen sich die Poren und verbessern die Hautatmung. Nach dem Ganzkörper-Peeling fühlt sich die Haut, glatt und geschmeidig an. Anschließend erfolgt mit Seifenschaum die anstrengende aber sehr angenehme Hamam-Massage. Nach dem Massieren gibt es dann wieder Wassergüsse. Nun geht es in den letzten Raum, dem "Sogukluk". Hier besteht die Möglichkeit, sich nach dem Schwitzen, abzukühlen, auszuruhen und den Flüssigkeitsverlust mit "traditionellen" schwarzem Tee auszugleichen.

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